Realismus (Schauspiel von Anthony Neilson)

    Kostümentwurf "Minstrels"
    Foto: Thilo Beu
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    Ein Tag im Leben Stuart McQuarries: Es ist Samstagmorgen und Stuart hat beschlossen, nicht aus dem Haus zu gehen. Wozu auch? Die Beziehung zu Angie liegt brach und seine ewig nörgelnde Mutter und seine Katze Galloway verachten ihn. Da schlurft Stuart trotz freundlicher Aufmunterungen seines Kumpels Paul Blair doch lieber in Unterhosen durch die Wohnung und gibt sich Tagträumen hin. Bewusstsein und Unterbewusstsein verschwimmen rasch: Stuart hört die Kommentare der Hinterbliebenen bei seinem eigenen Begräbnis – nachdem er von seinem besten Freund mit einem Kissen erstickt wurde; er lebt seine kühnsten sexuellen Phantasien und plötzlich ist da ja auch wieder sein Spielkamerad Mullet, der ihn in seine Kindheit in den Siebzigern zurückversetzt. Und wieso verwandelt sich die Frau, die durch die Szene streift, mal in Angie und mal in seine Exfreundin Laura? Es scheint, als ob Stuart nur in der eigenen verworrenen Traumwelt er selbst sein kann. Die ist bald rosarot, bald rabenschwarz. Hat er je wirklich geliebt? Warum hat er eigentlich mit Angie Schluss gemacht? Und auch Mullet stellt unbequeme Fragen: „Was ist mit dir passiert, Mann? Du wolltest Astronaut werden. Was ist aus dem Jungen geworden, der eine Rakete bauen wollte, um zum Mars zu fliegen? Ich mein, guck dich doch mal an!“

     

    Schauspiel, Theater Bonn, Dt. Erstaufführung 2007

    Regie: Patricia Benecke

    Kostümbild: Tanja Gierich

    Mit: Andreas Maier, Helge Tramsen, Sebastian von Koch, Wolfgang Rüter, Tatjana Pasztor, Johanna Marx, Nina Vodop`yanova